12. Normalarbeitszeit
Als Normalarbeitszeit gilt die Brutto-Jahresarbeitszeit vor Abzug bezahlter Feiertage, Ferien, Krankheit, Unfall, Schutzdiensttage und dergleichen. Die Normalarbeitszeit ist die Präsenzzeit, während der die Mitarbeitenden mit ihrer Arbeitsleistung den Unternehmen zur Verfügung stehen. Darin eingeschlossen ist die gesamte betriebliche Reisezeit der Mitarbeitenden.
Die jährliche Normalarbeitszeit beträgt höchstens 2190 Stunden. Die durchschnittliche tägliche Normalarbeitszeit beträgt 8.4 Stunden und wird wie folgt berechnet: Jährliche Normalarbeitszeit von 2 190 Stunden / 52.14 Wochen / 5 Arbeitstage. Die Normalarbeitszeit ist unter Angabe der für jeden Tag geplanten Arbeitszeiten in einem schriftlichen Jahresarbeitszeitkalender zu erfassen. Die Behandlung der darüber hinaus geleisteten Arbeitsstunden (Gleitstunden und Mehrstunden) richtet sich nach den Art. 17 ff. GAV
Die Normalarbeitszeit wird auf die ordentlichen Werktage von Montag bis Freitag verteilt. In besonderen Fällen kann an einzelnen Samstagen gearbeitet werden (siehe dazu Kapitel D).
Der Arbeitgeber kann als Grundlage für den betrieblichen Jahresarbeitszeitkalender eine wöchentliche Arbeitszeit von 37,5 bis 47,5 oder 37,5 bis 45 Stunden wählen. Dementsprechend gestalten sich die wöchentlichen Gleitstunden gemäss Artikel 17e unterschiedlich. Für kaufmännisches Personal gilt eine wöchentliche Normalarbeitszeit von 42 Stunden.
Bisher im GAV Holzbau nicht enthalten.
Im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche (Qualifikationsgespräch) vereinbaren Betrieb und Kadermitarbeitende ab Stufe Polier schriftlich den Zeitumfang für Vorbereitung, Kontrollen und Rapporte. Dieser zusätzliche Aufwand darf zehn Stunden monatlich nicht überschreiten und ist zusätzlich zur jährlichen Normalarbeitszeit gemäss Jahresarbeitszeitkalender zu leisten. Poliere, welche zusätzliche Arbeitsleistungen im Sinne dieser Bestimmung erbringen, haben Anspruch auf einen Lohnzuschlag von CHF 300 pro Jahr.
Die Vorbereitungszeit ist separat zu erfassen. Die pro Monat zulässigen Vorbereitungszeiten sind nicht kumulierbar. Wird in einem Monat die maximale Vorbereitungszeit von zehn Stunden nicht ausgeschöpft, so verfallen die nicht benutzten Stunden.
